
mt. Diane Arbus (New York, 1923 bis 1971) hat die Kunst der Fotografie revolutioniert. Mit ihren kühnen Sujets und ihrem fotografischen Zugang schuf sie ein Werk, das in seiner Unverfälschtheit und im unentwegten Zelebrieren der Dinge, so wie sie sind, oftmals schockiert. Ihre Gabe, die uns besonders vertraut erscheinenden Dinge in etwas Fremdes zu verwandeln und das Vertraute im Exotischen aufzudecken, erweitert unser eigenes Selbstverständnis. Die meisten ihrer Sujets findet Arbus in New York – einer Stadt, die sie sowohl wie etwas Vertrautes als auch wie ein fremdes Land erkundet und dabei die Menschen fotografiert, denen sie in den 1950er und 1960er Jahren begegnet.
In dieser grossen Retrospektive zeigt das Fotomuseum Winterthur eine Auswahl von zweihundert Fotografien, die es ermöglichen, die Ursprünge, den Umfang und das Streben einer ganz originellen Kraft in der Fotografie kennenzulernen. Die Ausstellung enthält neben den berühmten Aufnahmen auch zahlreiche Bilder, die noch nie öffentlich ausgestellt wurden.
Die Ausstellung wurde vom Jeu de Paume, Paris, und vom Estate of Diane Arbus LLC, New York, konzipiert und in Zusammenarbeit mit dem Fotomuseum Winterthur, Martin-Gropius-Bau Berlin und Foam_Fotografiemuseum Amsterdam organisiert.
#-#SMALL#-#Fotomuseum Winterthur. Bis 28. Mai 2012. Weitere Stationen in Berlin, Amsterdam
Webseite Fotomuseum Winterthur »
Zur Ausstellung wurde die bekannte Publikation «Diane Arbus: An Aperture Monograph» aus den 1980er Jahren vom Schirmer/Mosel Verlag, München neu aufgelegt. Preis in der Ausstellung: CHF 39,00
Bild: Diane Arbus, Identical Twins, Roselle, N.J. 1967 (Eineiige Zwillinge, Roselle, New Jersey 1967)
© The Estate of Diane Arbus#-#SMALL#-#

mt. Das Museum Ludwig präsentiert in Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz und dem Getty Research Institute in Los Angeles die erste europäische Retrospektive der wegweisenden Choreografin, Tänzerin, Theoretikerin, Aktivistin, Dichterin und Filmemacherin Yvonne Rainer. Sie gilt als eine der zentralen Figuren des amerikanischen Postmodern Dance und ist zugleich eine Ikone des experimentellen, feministischen Films der 1970er Jahre.
Die 1934 in San Francisco geborene Yvonne Rainer zog bereits 1957 nach New York, um dort Tanz bei der legendären Martha Graham und bei Merce Cunningham zu studieren. Sie löste sich jedoch bald von deren Einflüssen, da der Ausdruckstanz und der kombinierte Einsatz von Zufallsmomenten sie immer weniger interessierten. Ihre Erfahrungen mit der Tänzerin Anna Halprin und dem bei John Cage ausgebildeten Musiker Robert Dunn, bei denen sie Anfang der 1960er Jahre studierte sowie die dort entstandenen Freundschaften mit Simone Forti, David Gordon, Steve Paxton und Trisha Brown mündeten in der Gründung des Judson Dance Theater in New York. Hier stand Yvonne Rainer in engem Kontakt zu bildenden Künstlern, von denen einige, wie Robert Rauschenberg, Robert Morris und Carl Andre als Akteure oder in anderer Weise in ihre Tanzstücke involviert waren. Mit der Ausstellung «Raum, Körper, Sprache» wird das Gesamtwerk Yvonne Rainers in dieser Vielgestaltigkeit präsentiert.
#-#SMALL#-#Museum Ludwig, Köln. Bis 29. Juli 2012.
Katalog zur Ausstellung: Yvonne Rainer, Raum - Körper - Sprache. Space Body Language. D/E, Verlag der Buchhandlung Walther König, Hrsg. Yilmaz Dziewior & Barbara Engelbach (Kuratoren) Bregenz/Köln 2012. 296 Seiten, 200 Abb., Ausstellungsverzeichnis, Bibliografie, Filmografie, broschiert. € 42,00
Bild: Yvonne Rainer, Trio A, 1973, The Portland Center for Visual Arts
© The Getty Research Institute, Los Angeles (2006.M.24)#-#SMALL#-#



